Aktueller Immobilienmarkt: Statistiken
Neben anderen Faktoren lässt sich der aktuelle Immobilienmarkt anhand verschiedener Statistiken betrachten. Für einen möglichst vollständigen Eindruck des Markts nutzen wir sowohl amtliche als auch Statistiken aus der Privatwirtschaft.
Häuserpreisindex des Statistischen Bundesamts (Destatis)
Der offizielle Häuserpreisindex des Statistischen Bundesamts (Destatis) zeigt quartalsweise die Veränderung der Preise für Wohnimmobilien in Prozent. Vergleichen wird dabei mit dem gleichen Quartal des Vorjahrs.
In der Darstellung spiegelt sich deutlich wider, wie die Preise für Wohnimmobilien über mehrere Jahrzehnte kontinuierlich gestiegen sind.
Nach einem Klimax um Q3/Q4 2021 war dieser Trend rückläufig. Anfang 2023 endete der Preisanstieg und leitete einen starken Rückgang ein. Zuletzt hat sich diese Entwicklung im Q4 2024 wieder stabilisiert.
Es bleibt abzuwarten, wie der Markt sich hier 2025 weiterentwickelt. Denkbar wäre sowohl eine gleichbleibend stabile Lage als auch ein erneuter Anstieg als auch Rückgang der Preise.
Hauspreisindex (EPX) von Europace
Der Hauspreisindex (EPX) von Europace aus der Privatwirtschaft basiert auf Immobilientransaktionen, die über die Europace-Plattform finanziert wurden.
Europace unterscheidet zwischen Neubauten, Bestandshäusern und Eigentumswohnungen.

Auch die Statistik von Europace spiegelt die oben beschriebenen Trends im Immobilienmarkt wider.
Es zeichnet sich der gleiche, starke Abwärtstrend um 2022/2023 ab. Auch die aktuelle Erholung des Markts ist im Graph ersichtlich.
Immobilienmarkt 2025: Expertenprognosen
Prognose der Landesbank Helaba
Die Landesbank Helaba hält einen starken Anstieg der Immobilienpreise 2025 für unwahrscheinlich.
Sinkende Zinsen sollten „nicht überschätzt werden“, so Analyst Paul Richter in einem Immobilienreport der Landesbank Helaba.
Zudem bremse ein schwaches Wirtschaftswachstum in Deutschland den Markt aus.
Der Immobilienexperte argumentiert weiterhin, dass mit einer Rückkehr zum Nullzinsniveau nicht zu rechnen sei. Das Nullzinsniveau sei ein entscheidender Faktor, welcher den Aufstieg des Immobilienmarkts laut Richter „besonders stark angetrieben hat“.
Hinweis: Die Prognose wurde vor Beschluss des Schuldenpakets abgegeben.
Prognose von Jones Lang LaSalle
Jones Lang LaSalle (JLL), einer der größten internationalen Immobiliendienstleister, sieht einen signifikaten Aufwärtstrend des Immobilienmarkts in 2025 auch eher kritisch.
Zwar nehme der Immobilienmarkt aktuell „Fahrt auf“, erklärt Sören Gröbel (Director of Living Research JLL Germany), so bleibt „Kaufen oder Bauen weiter zu teuer“.
Nach dem Marktprinzip von Nachfrage und Angebot lassen sich daraus eher moderate Kaufpreise ablesen. Durch eine geschwächte Nachfrage an Kaufimmobilien reguliert sich der Preis automatisch nach unten.
Hinweis: Die Prognose wurde vor Beschluss des Schuldenpakets abgegeben.
Faktoren für Immobilienpreise 2025
Der Immobilienmarkt 2025 wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst, die nachfolgend aufgelistet und erläutert sind.
Haben Sie Probleme beim Hausverkauf, können all das auch Faktoren dafür sein, dass sich Ihr Haus nicht verkaufen lässt.
Gedämpfte Nachfrage durch Schuldenpaket
Der ursprünglich leicht gefallene Zinssatz und eine beginnende Erholung des Immobilienmarkts zu Beginn 2025 drohen, sich wieder gegenteilig zu entwickeln.
Grund dafür ist das Schuldenpaket und die Auswirkungen auf den Immobilienmarkt. In unserem verlinkten Beitrag zum Thema betrachten wir genau, wieso das Schuldenpaket negative Auswirkungen auf den Immobilienmarkt hat.
Gedämpfte Nachfrage durch hohe Zinsen
Auch ohne das Schuldenpaket war das Zinsniveau bereits, trotz leichtem Rückgang, relativ hoch. Dieser Umstand wird durch das Schuldenpaket zusätzlich verschärft.
Viele potenzielle Käufer können schlicht nicht die finanziellen Mittel aufbringen.
Gedämpfte Nachfrage durch Inflation und Unsicherheit
Die Nachfrage an Immobilien ist zudem basierend auf einer starken Inflation der vorausgegangenen Jahre und einer allgemeinen Unsicherheit eher zurückhaltend.
Die Inflation in Deutschland war um 2022 und 2023 laut Statistischem Bundesamt auf einem Rekordhoch. Viele Verbraucher warten trotz steigender Löhne, die der Inflation entgegenwirken, auf eine Rückkehr der Preise vor dem Anstieg.
Laut Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, wird dies nicht geschehen. Viel mehr brauche es Zeit, bis „Konsumenten sich nicht mehr ärmer fühlen durch die hohen Preise“.
Die beschriebene Unsicherheit, die in Deutschland zu beobachten ist, geht nicht nur auf die Inflation zurück. Grund dafür sind auch steigende Mieten und die enorme Zunahme bei Heizkosten.
Auch diese Entwicklungen bedeuten einen Rückgang an Nachfrage für Immobilien, da potenzielle Käufer bei einem Wertverlust ihrer Rücklagen einer teuren Transaktion wie einem Hauskauf sehr abgeneigt gegenüberstehen. Sie versuchen tendenziell eher, ihre Ausgaben zu reduzieren.
Es braucht also eine gewisse Zeit der Stabilisierung, bis Kaufinteressenten sich wieder sicherer fühlen.
Lohnt es sich also, in 2025 sein Haus zu verkaufen?
Sein Haus im Jahr 2025 zu verkaufen, kann sinnvoll sein.
Zunächst ist es wichtig, sich vor Augen zu führen, dass ein Hausverkauf eine große und wichtige Entscheidung ist, die gut überlegt sein sollte.
Weiterhin sind die aufgeführten Faktoren nur Momentaufnahmen. Es ist unmöglich, vorauszusagen, wie sich der Markt und die allgemeine Wirtschaft in verschiedensten Bereichen in den nächsten Monaten und Jahren tatsächlich entwickeln.
Dazu ist die genaue Situation des Immobilienbesitzers ein besonders relevanter Faktor, der in diesem Artikel nicht einberechnet wird.
Mit einem Hausverkauf im Jahr 2025 erzielen Sie trotz kürzlich sinkender Immobilienpreise einen soliden Preis. Dabei wird der vorausgegange, stetige Anstieg über mehr als ein Jahrzehnt berücksichtigt.
Haus ohne Makler an Hausdirektkauf verkaufen
Sollten Sie sich für den Verkauf entscheiden, sind wir gerne Ihr Partner. Bei uns verkaufen Sie ohne Makler, schnell und absolut unkompliziert.
Warum Sie vielleicht ohne Makler verkaufen wollen, erläutern wir in unserem Artikel Haus mit oder ohne Makler verkaufen. Wie viel Sie tatsächlich ohne Makler sparen, können Sie in unserem Ersparnisrechner bei der Maklergebühr prüfen.
Disclaimer: Es handelt sich bei diesem Artikel um eine Betrachtung verschiedener Entwicklungen, die mit offiziellen Statistiken untermauert wurde. Der Artikel ist allerdings keinesfalls als wirtschaftlicher Ratgeber oder eine finanzielle Beratung zu verstehen, sondern viel mehr ergänzend zu eigenen Recherchen und Informationen des Immobilienbesitzers.